Derzeit erprobt Google im Rahmen seines Webseiten-News-Feeds „Discover“ eine innovative Funktion, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Diese Neuerung zielt darauf ab, bestehende redaktionelle Überschriften zu modifizieren. Dabei werden diese entweder signifikant verkürzt oder in eine Form gebracht, die als Clickbait bezeichnet werden könnte.
KI-basierte Überschriften und deren Implikationen
Diese Art der Überschriftenformulierung kann zwar das Nutzerengagement steigern, steht jedoch im Widerspruch zu gesellschaftlichen Aspekten und den eigenen Richtlinien von Google Discover, welche solche Praktiken explizit untersagen.
Ein Beispiel für diese Umformulierung lieferte die Website Ars Technica. Eine ursprünglich formulierte Schlagzeile namens „Valve’s Steam Machine looks like a console, but don’t expect it to be priced like one“ wurde durch die KI in die irreführende Aussage „Steam Machine price revealed“ umgewandelt. Des Weiteren wurde eine Nachricht bezüglich des Händlers Mindfactory, welche den Titel „Radeon RX 9070 XT Outsells The Entire NVIDIA RTX 50 Series On Popular German Retailer“ trug, auf die prägnante, aber weniger informative Formel „AMD GPU tops Nvidia“ reduziert. Solche Anpassungen führen zu einer Vereinfachung, die jedoch den ursprünglichen Informationsgehalt erheblich verändern kann.
Googles Stellungnahme zum Testprotokoll
Gegenüber The Verge erläuterte Google, dass es sich hierbei um einen kleinen Testversuch handelt, der auf eine begrenzte Zielgruppe ausgerichtet ist. Das primäre Ziel sei es, Nutzern eine schnellere Aufnahme des Inhalts zu ermöglichen. Allerdings greift dieser Prozess direkt in redaktionelle Entscheidungshoheiten ein, was in Fachkreisen Diskussionen auslösen dürfte.
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