In den letzten zwei Wochen hat die New York Times mehr als 110 KI-generierte Fake-Videos und -Bilder im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten identifiziert. Der Iran scheint diese Fälschungen gezielt als Informationswaffe einzusetzen. Dies erschwert es unabhängigen Beobachtern zunehmend, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.
Eine Untersuchung der New York Times dokumentiert das Ausmaß der KI-gestützten Desinformation im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. In den ersten zwei Wochen des Krieges wurden über 110 einzigartige Fake-Bilder und -Videos auf Plattformen wie X, TikTok und Facebook entdeckt, die zusammen ein Millionenpublikum erreichten.
Die Fälschungen decken verschiedene Aspekte des Krieges ab, darunter erfundene Explosionen in Tel Aviv, nie angegriffene Straßen und nicht existierende protestierende Soldaten. Dank neuer KI-Tools kann nahezu jeder für wenig oder gar kein Geld täuschend echte Kriegssimulationen erstellen. Laut einer Studie des Analyseunternehmens Cyabra ist die Mehrheit der KI-Fakes pro-iranischer Propaganda. Medienforscher Marc Owen Jones von der Northwestern University erklärt, dass das Ziel darin besteht, die militärische Stärke des Iran zu übertreiben und den Eindruck zu erwecken, der Krieg sei für Amerikas Verbündete verheerender als tatsächlich.
Bildquelle: ai-generated-gemini