Anthropic KI-Modell entdeckt Schwachstellen in kryptografischen Algorithmen
Das KI-Modell Claude Mythos von Anthropic hat mathematische Schwächen in wichtigen kryptografischen Algorithmen aufgedeckt, die für die digitale Sicherheit von zentraler Bedeutung sind.
Wie Anthropic berichtet, gelang es dem Modell, einen optimierten Angriff auf das Post-Quanten-Signaturverfahren HAWK zu entwickeln. Zudem wurde eine neuartige Attacke auf eine reduzierte Version des Advanced Encryption Standard (AES) konstruiert. Die Verschlüsselung ist das Rückgrat nahezu aller Online-Aktivitäten, wobei AES der am weitesten verbreitete symmetrische Verschlüsselungsstandard zum Schutz digitaler Informationen ist.
Keine unmittelbaren Auswirkungen auf bestehende Systeme
Nach Angaben von Anthropic haben die Ergebnisse jedoch keine direkten Konsequenzen für gegenwärtig verwendete Systeme. HAWK befindet sich lediglich im Standardisierungsprozess des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST), während der Angriff auf AES nur eine modifizierte Variante mit 7 von 10 Runden betrifft und nicht das vollständige Verfahren. Dennoch verdeutlichen die Ergebnisse, dass KI-Modelle in der Lage sein könnten, grundlegende Annahmen zur Sicherheit im Internet in Frage zu stellen. Diese Entwicklungen stehen im Kontext der aktuellen Diskussionen, wie die EU-Kommission untersucht Auswirkungen der US-Sperre auf KI-Modelle von Anthropic und wie OpenAI will mit neuem Trainingsdatensatz Prompt-Injection-Abwehr deutlich verbessern.
„`
Quellen: the-decoder
Bildquelle: KI generiert
🚀