Wer einen Chatbot sowie eine Urban-Browser-Erweiterung verwendet, sollte seine Nutzung möglicherweise überdenken. Forscher des Unternehmens Koi haben herausgefunden, dass acht Browser-Erweiterungen mit insgesamt über acht Millionen Nutzern heimlich Gespräche mit KI-Systemen abgreifen und diese potenziell an Dritte weiterverkaufen.
Betroffene Erweiterungen und Nutzerzahlen
Folgende Erweiterungen sind betroffen:
- Urban VPN Proxy: 6.000.000 Nutzer
- 1ClickVPN Proxy: 600.000 Nutzer
- Urban Browser Guard: 40.000 Nutzer
- Urban Ad Blocker: 10.000 Nutzer
Abgefangene Daten und Datenschutzerklärung
Die genannten Erweiterungen fangen Unterhaltungen mit verschiedenen KI-Modellen wie ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot, Perplexity, DeepSeek, Grok und Meta AI ab. Selbst wenn das VPN deaktiviert ist, läuft die Datensammlung im Hintergrund kontinuierlich weiter. Der einzige Weg, um den Datenabfluss zu stoppen, besteht in der Deinstallation der betroffenen Erweiterungen.
Der Koi-Bericht weist darauf hin, dass die Funktion zur Datensammlung im Juli 2025 per automatischem Update aktiviert wurde. Die gesammelten Daten werden an den Datenbroker BiScience weitergeleitet, der sie für Werbezwecke verkauft. Dies wird zwar in der Datenschutzerklärung erwähnt, im Chrome Web Store hingegen behauptet der Anbieter das Gegenteil und erklärt, dass Daten nicht an Dritte verkauft werden. Darüber hinaus wird durch eine ‚Featured‘-Flagge von Google und Microsoft ein zusätzliches Sicherheitsgefühl vermittelt.