KI und Bildung: Knodel im Gespräch über die Zukunft.

KI im Klassenzimmer: Fobizz-Chefin Knodel über Chancen, Risiken und den EU AI Act

Diana Knodel, Geschäftsführerin von Fobizz, sprach im Interview über den Einsatz von KI-Tools im schulischen Kontext. Sie betonte die Bedeutung von KI als Unterstützung für Lehrkräfte, die Notwendigkeit eines grundlegenden Verständnisses generativer KI und die Integration digitaler Kompetenzen in den Lehrplan. Knodel erläuterte auch die Auswirkungen des EU AI Acts auf Schulen und die kontrovers diskutierte Korrekturhilfe von Fobizz.

Key Learnings für den KI-Einsatz in Schulen

  • KI als Unterstützung, nicht als Ersatz: KI-Tools sollen Lehrkräfte und Schüler entlasten und ihnen ermöglichen, sich auf kreative und pädagogische Aufgaben zu konzentrieren.
  • Grundverständnis von generativer KI: Ein Verständnis der Funktionsweise hilft bei der sinnvollen Anwendung und der kritischen Auseinandersetzung mit den Grenzen der Technologie.
  • Integration und Fortbildung: KI muss in den Bildungsprozess integriert werden, und Lehrkräfte benötigen regelmäßige Fortbildungen, um KI-Tools verantwortungsvoll einzusetzen.

Der EU AI Act und seine Bedeutung für Schulen

Der EU AI Act fordert von Schulen die Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses von KI, einschließlich ethischer und technischer Aspekte. Dies bereitet Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft vor. Knodel hebt hervor, dass Lehrkräfte entsprechende Fortbildungen benötigen und KI als Chance zur Differenzierung von Unterrichtsmaterialien gesehen werden sollte. Transparenz im Umgang mit KI und klare Regeln sind essenziell, um Vertrauen zu schaffen.

Die umstrittene Korrekturhilfe von Fobizz

Das Korrekturhilfe-Tool von Fobizz stand in der Kritik, da es angeblich zu unzuverlässigen Bewertungen führen könne. Knodel erklärt, dass das Tool von Anfang an als Unterstützung und nicht zur alleinigen Bewertung gedacht war. Nach der Kritik wurden klare Hinweise ergänzt, die Punktevergabe entfernt und das Tool als "Experimental" gekennzeichnet. Sie betont, dass Lehrkräfte verantwortungsvoll mit KI umgehen und das Tool kaum genutzt wird.

Warum Fobizz statt allgemeiner KI-Tools?

Fobizz bietet speziell auf Schulen zugeschnittene KI-Lösungen. Dazu gehören vorbereitete Prompts für schulische Anwendungsfälle im Promptlabor und die Möglichkeit, eigene KI-Assistenten zu erstellen. Datenschutz und Anonymität werden durch einen Proxy-Server gewährleistet, und Fobizz bietet vertragliche Sicherheit, dass Daten nicht zum Training genutzt werden. Digitale Klassenräume ermöglichen die begleitete Nutzung von KI-Tools durch Schülerinnen und Schüler.

Die Zukunft des Lernens mit KI-Chatbots

Knodel ist überzeugt, dass KI-Chatbots die Zukunft des Lernens maßgeblich prägen werden. Sie ermöglichen personalisiertes Lernen, fördern die Eigenständigkeit und bieten sofortiges Feedback. Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit, dass Schülerinnen und Schüler KI-generierte Informationen kritisch hinterfragen müssen, um wichtige Denkfähigkeiten zu entwickeln.

Kultureller Wandel durch KI-Tools

Die Einführung von KI-Tools erfordert Vertrauen, Transparenz und klare Regeln. Eine offene Fehlerkultur und die Förderung des Experimentierens sind wichtig. Knodel hebt hervor, dass die menschliche Interaktion trotz Automatisierung durch KI unschätzbar bleibt und Lehrkräfte sowie Mitarbeiter geschult werden müssen, KI sinnvoll zu integrieren, ohne den menschlichen Faktor zu vernachlässigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like