Meta plant mit seinen neuen Ray-Ban Display-Brillen eine Revolution im Alltag. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz als zentrale Schnittstelle und strebt an, das traditionelle App-Prinzip abzulösen. Die neuen Smart Glasses, ausgestattet mit einem integrierten Display, sollen ab dem 30. September für 799 Dollar erhältlich sein und den Grundstein für Metas eigenes Ökosystem legen.
Key Takeaways
- Meta stellt neue Ray-Ban Display-Brillen vor, die KI als primäre Schnittstelle nutzen.
- Ziel ist es, das App-Prinzip durch KI-gesteuerte Funktionen zu ersetzen.
- Die Steuerung erfolgt über ein "Neural Band" am Handgelenk, das Gesten erkennt.
- Die Brillen sind ein Zwischenschritt zu vollwertigen AR-Brillen, die für 2027 geplant sind.
Die neuen Ray-Ban Display-Brillen
Die Brillen projizieren Inhalte wie Textnachrichten, Navigationshinweise, Fotos, Musiksteuerung und Ergebnisse von Metas KI-Dienst direkt ins rechte Brillenglas. Sie bieten ein Sichtfeld von 20 Grad mit einer Auflösung von 600 mal 600 Pixeln und einer Helligkeit von bis zu 5.000 Nits. Videoanrufe mit eingeblendeter Gesprächsperspektive und Live-Untertitel mit Übersetzungen sind ebenfalls möglich.
KI statt Apps
Meta-CTO Andrew Bosworth sieht KI als "extrem gute Lösung" für viele Aufgaben, die derzeit von Apps erledigt werden. Langfristig denkt Meta darüber nach, Apps überflüssig zu machen und stattdessen ein KI-gesteuertes Ökosystem zu etablieren. Dies könnte Meta eine Chance geben, in einem Markt Fuß zu fassen, der seit fast 20 Jahren von Apple und Google dominiert wird.
"Live AI" und "Neural Band"
Das kommende Feature "Live AI" soll Nutzern während Gesprächen Lösungsvorschläge, relevante Informationen und Nachrichtenentwürfe liefern. Die Steuerung der Brillen erfolgt hauptsächlich über das "Neural Band", ein Armband, das Handgesten erkennt. So können Nutzer Elemente auswählen oder die Lautstärke ändern, und die Sprach-KI per Fingertipp aktivieren. Weitere Funktionen, wie das Schreiben in die Luft, sind für dieses Jahr geplant.
Technische Details und Zukunftspläne
Die Brille bietet eine Akkulaufzeit von etwa sechs Stunden, die durch das Ladeetui viermal verlängert werden kann. Die Kamera hat 12 Megapixel und kann Videos in 1080p aufnehmen. Meta arbeitet parallel an der Verbesserung seines Metaverse-Angebots mit der "Horizon Engine" und "Horizon Studio" für die Erstellung von VR-Welten. Die aktuellen Brillen gelten als Vorbereitung für vollwertige AR-Brillen, die für 2027 geplant sind. Diese Technologie wird auch für militärische Anwendungen entwickelt, in Kooperation mit Anduril für das US-Militär.