Roblox führt eine bahnbrechende Technologie zur Altersverifikation ein, um das wahre Alter seiner Nutzer:innen noch sicherer festzustellen. Ab Ende 2025 soll ein KI-gestützter Selfie-Scan weltweit für alle mit Kommunikationszugang Pflicht werden. Ziel ist der Schutz Minderjähriger und die stärkere Kontrolle von Kontakten zwischen Kindern und Erwachsenen.
Wichtigste Punkte auf einen Blick
- Roblox setzt weltweit einen KI-basierten Selfie-Scan zur Altersüberprüfung ein.
- Die neue Methode kombiniert Gesichtsanalyse, Ausweiskontrolle und – für Minderjährige – elterliche Zustimmung.
- Erwachsene können künftig nicht uneingeschränkt mit Minderjährigen kommunizieren.
- Altersverifikation soll Kinder noch effektiver vor unerwünschten Kontakten schützen.
So funktioniert der neue Alterscheck
Das neue System verlangt von Nutzer:innen ein Selfie, das durch eine KI analysiert und mit Ausweisdaten abgeglichen wird. Für Minderjährige ist zudem die Zustimmung der Eltern erforderlich. Bislang reichte die Angabe des Geburtsdatums beim Registrieren – eine Methode, die missbrauchsanfällig war.
Roblox’ Ziel ist es, die Altersverifikation deutlich zu verbessern, sodass besonders jüngere Nutzer:innen besser geschützt und Kommunikationsmöglichkeiten altersgerecht eingeschränkt werden. Die Technik schließt technische Lücken früherer Systeme und reduziert das Risiko, dass Kinder fälschlich als Erwachsene auftreten.
Kommunikation zwischen Erwachsenen und Minderjährigen wird eingeschränkt
Mit der neuen Maßnahme reagiert Roblox auf Bedenken über Kinder- und Jugendschutz in virtuellen Welten. Zukünftig dürfen Erwachsene Minderjährigen nur noch Nachrichten senden, wenn sie im echten Leben miteinander bekannt sind.
Eltern erhalten erweiterte Kontrollmöglichkeiten über ein familienfreundliches Menü, mit dem sie die Kommunikation und Funktionen ihrer Kinder individuell festlegen können. Beispielsweise bleibt Sprache und private Nachrichten für unter 13-Jährige gesperrt. Textchats werden vollständig überwacht. Der Austausch von Bildern ist auf Roblox grundsätzlich nicht möglich.
Verschärfte Regeln und neue KI-Überwachung
In den vergangenen Monaten verschärfte die Plattform bereits Altersgrenzen für bestimmte Inhalte:
- Inhalte mit "Restricted"-Label sind nun ausschließlich über 18-Jährigen zugänglich.
- Inhalte ohne Altersfreigabe können nicht mehr aufgerufen werden.
- Private soziale Treffpunkte unterliegen strengeren Regeln.
Parallel führte Roblox über 100 neue Sicherheitsfunktionen ein, unter anderem:
- Das KI-System „Roblox Sentinel“ zur Erkennung potenzieller sexueller Ausbeutung von Minderjährigen.
- Verbesserte Filter für Sprache und Text.
- Technologien, die auffällige Server automatisch abschalten.
- Systeme zur automatischen Analyse von Avataren und Spielszenen zur Aufdeckung von Regelverstößen.
Konsequenzen für die Community
Die Einführung des KI-Selfie-Scans unterstreicht Roblox’ Engagement für einen sicheren digitalen Raum – gerade für jüngere Nutzer:innen. Die Maßnahmen sollen Eltern und Kindern besseren Schutz und mehr Kontrolle bieten. Für Erwachsene bedeuten die neuen Regeln Einschränkungen, aber auch mehr Sicherheit für alle auf der Plattform. Für die internationale Gaming-Community markiert der Schritt einen Präzedenzfall in puncto Altersverifikation und Jugendschutz.