OpenAI-CEO Sam Altman prognostiziert eine "Renaissance" für von Menschen erstellte Inhalte im Internet. Er räumte Fehler beim Rollout von GPT-5 ein, warnte jedoch gleichzeitig vor einer Überbewertung von KI-Start-ups und kündigte massive Investitionen in Rechenzentren an.
Gemischte Gefühle beim KI-Boom
Altman blickte mit gemischten Gefühlen auf den aktuellen KI-Boom zurück und gab zu, dass OpenAI beim Rollout von GPT-5 "einiges vermasselt" habe. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten zeigte er sich zufrieden mit der Resonanz: Der API-Traffic verdoppelte sich innerhalb von 48 Stunden, die GPU-Kapazitäten waren erschöpft und ChatGPT verzeichnete tägliche Nutzerrekorde. Eine wichtige Lektion sei gewesen, dass Produkt-Upgrades bei Hunderten Millionen Nutzern besonders umsichtig erfolgen müssten.
Der Wert menschlicher Inhalte im KI-Zeitalter
Für die Zukunft des Internets erwartet Altman, dass Inhalte mit menschlicher Urheberschaft an Bedeutung gewinnen werden. "Ich denke, die Leute werden weniger Websites besuchen. Aber sie werden mehr Wert auf Inhalte legen, die von Menschen erstellt, bestätigt und kuratiert wurden", sagte er und prognostizierte einen "dramatischen Wertanstieg". Diese Einschätzung steht im Kontext der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Texte und Bilder, die insbesondere von Kreativen kritisiert wird, da viele KI-Unternehmen beim Training ihrer Modelle ohne Zustimmung auf menschliche Werke zurückgegriffen haben.
KI-Blase und Zukunftspläne
Altman teilt die Ansicht, dass KI-Start-ups überbewertet seien, und zog Parallelen zur Dotcom-Blase der späten 1990er-Jahre. Er kritisierte die hohe Bewertung von Firmen mit geringer Substanz, betonte aber auch, dass dies Teil des Innovationsprozesses sei. OpenAI plant, in naher Zukunft Billionen US-Dollar in den Bau neuer Rechenzentren zu investieren, um die Skalierung künftiger KI-Modelle zu ermöglichen. Zudem deutete Altman weitere eigenständige Anwendungen und die Offenheit für KI-basierte soziale Netzwerke an.