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OpenAI-Umstrukturierung verzögert sich bis 2026 wegen Streit mit Microsoft

OpenAIs geplante Umstrukturierung, die Investoren mehr Eigenkapital ermöglichen soll, verzögert sich voraussichtlich bis 2026. Grund dafür sind festgefahrene Verhandlungen mit dem Hauptinvestor Microsoft über zentrale Punkte wie API-Zugänge, geistiges Eigentum und eine umstrittene AGI-Klausel. Diese Verzögerung könnte auch die Aufnahme von weiterem Kapital und die Zusagen von Investoren wie SoftBank gefährden.

Wichtige Punkte

  • Die Umstrukturierung von OpenAI verzögert sich voraussichtlich bis 2026.
  • Streitpunkte mit Microsoft betreffen API-Zugänge, geistiges Eigentum und eine AGI-Klausel.
  • Die Verzögerung könnte die Aufnahme von neuem Kapital und die Zusagen von SoftBank gefährden.

Streit um API-Zugang und Hosting

Ein Hauptstreitpunkt ist die exklusive Hosting-Vereinbarung mit Microsoft. OpenAI möchte seine Modelle auch über Google Cloud und Amazon Web Services anbieten, um die Einnahmen über die Programmierschnittstelle (API) zu steigern. Microsoft zeigt sich jedoch wenig bereit, diese exklusive Position aufzugeben. Ein Kompromiss, der OpenAI lediglich erlaubt, Regierungskunden außerhalb von Azure zu bedienen, wird derzeit diskutiert.

Geistiges Eigentum und die AGI-Klausel

Auch die künftigen Rechte Microsofts am geistigen Eigentum von OpenAI sind umstritten. Unklar ist, ob Microsoft nur Zugang zu fertigen Modellen erhält oder auch Einblicke in die Trainingsprozesse. Besonders brisant ist die sogenannte AGI-Klausel, die OpenAI das Recht gibt, Microsoft den Zugang zu entziehen, sollte das Unternehmen eine künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) entwickeln. Microsoft-CEO Satya Nadella strebt die vollständige Streichung dieser Klausel an, während OpenAI auf deren Beibehaltung in abgeschwächter Form pocht.

Milliardeninvestitionen auf dem Spiel

Die Bewertung von OpenAI liegt derzeit bei rund 300 Milliarden US-Dollar, mit potenziellen weiteren Finanzierungsrunden, die eine Bewertung von bis zu 500 Milliarden US-Dollar anstreben. Beide Investitionsverträge beinhalten jedoch Rücktrittsklauseln, falls die geplante Umstrukturierung nicht rechtzeitig erfolgt. Die Einigung mit Microsoft wird auch die Höhe des Eigenkapitalanteils des Konzerns nach der Umstrukturierung bestimmen, der voraussichtlich zwischen 30 und 35 Prozent liegen wird.

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