OpenAI weist Vorwürfe im Fall des Selbstmords eines Teenagers zurück

OpenAI weist Vorwürfe im Fall des Selbstmords eines Teenagers zurück

OpenAI sieht im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Adam Raine keine Verantwortung bei ChatGPT. In einer gerichtlichen Stellungnahme wies das Unternehmen am Dienstag die Klage der Familie zurück. OpenAI argumentiert, der 16-Jährige habe den Chatbot entgegen den Nutzungsbedingungen missbraucht und gezielt Sicherheitsfilter umgangen. Laut den Anwälten des Unternehmens habe die KI über 100 Mal auf Hilfsangebote verwiesen, jedoch habe der Teenager harmlose Absichten vorgetäuscht, um diese Hinweise zu umgehen. Die Familie und ihr Anwalt Jay Edelson werfen dem Unternehmen hingegen vor, das stark kritisierte Modell GPT-4o sei unsicher und habe aktiv zum Suizid beigetragen. Ein Entwickler von OpenAI bezeichnete das Modell kürzlich als „nicht ausreichend ausgerichtet“ im Kontext von Nutzerinteraktionen.

In einem Blogbeitrag ergänzt OpenAI, man wolle das Verfahren respektvoll führen, müsse jedoch zur Verteidigung „schwierige Fakten“ zu Raines psychischer Gesundheit offenlegen. Die Gegenseite habe Chats nur selektiv zitiert, weshalb OpenAI dem Gericht nun die vollständigen, versiegelten Protokolle übergeben hat.

Bildquelle: Unsplash / Azzedine Rouichi

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