Warner Bros. erhebt Vorwürfe gegen Bytedance, da das Unternehmen mit seinem neuen KI-Videodienst Seedance 2.0 Urheberrechte verletze. Am Dienstag wurde ein Schreiben an John Rogovin, den Chefjuristen von Bytedance, übermittelt, der zuvor selbst bei Warner Bros. tätig war.
Mit Seedance haben Nutzer KI-generierte Videos von Charakteren wie Superman, Batman, „Game of Thrones“, „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“ und weiteren Figuren aus dem Warner-Universum erstellt. Warner Bros. hebt hervor, dass nicht die Nutzer das Hauptproblem darstellen, sondern dass Seedance bereits mit den geschützten Figuren vorinstalliert sei, was auf eine bewusste Entscheidung von Bytedance hindeutet.
Reaktionen und Maßnahmen
Bereits zuvor hatten Disney und Paramount Unterlassungsschreiben an Bytedance gesendet. In Reaktion darauf kündigte Bytedance zusätzliche Schutzmaßnahmen an. Warner Bros. kritisiert jedoch, dass solche leicht umsetzbaren Schutzmechanismen nicht von Anfang an implementiert waren. Dies sei mittlerweile eine gängige Praxis, da auch OpenAI häufig Urheberrechtsfragen erst nach der Veröffentlichung seiner Modelle entdeckt.