Der Konflikt zwischen Anthropic und dem Pentagon hat auch Auswirkungen auf Google und OpenAI. Über 100 Mitarbeiter im Bereich Künstliche Intelligenz von Google haben, wie die New York Times berichtet, einen Brief an Jeff Dean, den Chefwissenschaftler von Google DeepMind, verfasst. Dean hatte sich bereits zuvor zugunsten von Anthropic geäußert.
In dem Schreiben fordern die Mitarbeiter, dass Google ähnliche rote Linien wie Anthropic festlegt: Es soll keine Überwachung amerikanischer Bürger stattfinden und autonome Waffen dürfen nicht ohne menschliche Kontrolle durch das KI-Modell Gemini eingesetzt werden. Darüber hinaus haben fast 50 Angestellte von OpenAI und 175 von Google einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie die Verhandlungstaktik des Pentagons kritisieren. Widerstand gegen Tech-Giganten ist ein zentrales Thema, das auch in diesem Kontext immer wieder aufgegriffen wird.
Wir hoffen, dass unsere Führungskräfte ihre Differenzen beiseitelegen und gemeinsam die aktuellen Forderungen des Verteidigungsministeriums ablehnen, die den Einsatz unserer Modelle für die inländische Massenüberwachung und das autonome Töten von Menschen ohne menschliche Aufsicht betreffen. OpenAI weist Vorwürfe im Fall des Selbstmords eines Teenagers zurück.