Der Stanford-Student Theo Baker schildert in einem Gastbeitrag, wie ChatGPT das gesamte Studienumfeld seiner Jahrgangsklasse geprägt hat. Seiner Einschätzung nach hat die Künstliche Intelligenz eine bereits bestehende Kultur der Täuschung an der renommierten Universität weiter verstärkt.
Theo Baker, der im Juni 2026 seinen Abschluss an der Stanford University anstrebt, gehört zu den ersten Studierenden, die ihr gesamtes Studium in der Ära von ChatGPT absolviert haben. Der Chatbot wurde etwa zwei Monate nach Beginn seines Studiums im Herbst 2022 eingeführt. In seinem Beitrag thematisiert Baker, wie generative KI die ohnehin angeschlagene Integritätskultur an der Eliteuniversität nachhaltig verändert hat.
„Just a little bit of fraud“
Bereits vor Bakers Studienbeginn war der Ruf von Stanford durch verschiedene Skandale, unter anderem um die Gründerin von Theranos, Elizabeth Holmes, sowie den Krypto-Betrüger Do Kwon und die Juul-Gründer, belastet. Laut Baker hat ChatGPT Täuschung „einfacher und lukrativer als je zuvor“ gemacht. Eine Kommilitonin habe das Klima auf dem Campus mit der Aussage „just a little bit of fraud“ zusammengefasst, was so viel bedeutet wie „nur ein bisschen Betrug“, als sie über nicht zurückgegebene Hardware von Sponsoren ihres Studentenclubs sprach. Baker nimmt diese Wendung als zentrales Motiv für seinen Jahrgang auf. Zudem zeigt eine aktuelle Studie, dass KI-Modelle menschliche Unterstützung benötigen, um effektiv zu arbeiten.
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Quellen: the-decoder
Bildquelle: KI generiert
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