Nvidia chip next to a blurred Huawei chip.

Huawei-Chips behindern KI-Fortschritt: Deepseek setzt auf Nvidia, während China aufholt

Das chinesische KI-Unternehmen Deepseek musste die Veröffentlichung seines neuen KI-Modells verzögern, da es Schwierigkeiten bei der Nutzung von Huaweis Ascend-Chips gab. Trotz Bemühungen und Unterstützung durch Huawei-Ingenieure scheiterte das Training des Modells auf deren Hardware. Dies zwang Deepseek, auf die etablierten Nvidia-Chips zurückzugreifen, was zu Verzögerungen und einem Verlust von Wettbewerbsvorteilen führte. Branchenexperten sehen bei chinesischen Chips noch Stabilitätsprobleme und Defizite in der Software im Vergleich zu Nvidia.

Key Takeaways

  • Deepseek verzögerte die Veröffentlichung seines KI-Modells aufgrund technischer Probleme mit Huaweis Ascend-Chips.
  • Das Training des Modells auf Huawei-Hardware scheiterte, was den Einsatz von Nvidia-Chips erforderlich machte.
  • Chinesische KI-Chips leiden laut Brancheninsidern unter Stabilitätsproblemen und langsamerer Konnektivität.
  • Deepseek plant, zukünftige Modelle für eine neue Generation chinesischer Chips zu optimieren.

Technische Hürden bei Huaweis Ascend-Chips

Deepseek sah sich bei dem Versuch, sein R2-Modell zu trainieren, mit "anhaltenden technischen Problemen" auf den Ascend-Prozessoren konfrontiert. Selbst ein Team von Huawei-Ingenieuren konnte keinen erfolgreichen Trainingslauf gewährleisten. Diese Schwierigkeiten waren der Hauptgrund für die Verschiebung des Starts von Mai und führten dazu, dass das Unternehmen im Wettbewerb an Boden verlor.

Als vorläufige Lösung wird Deepseek nun Nvidia-Chips für das rechenintensive Training und Huaweis Ascend-Chips für die weniger anspruchsvolle Inferenz nutzen. Brancheninsider bemängeln bei chinesischen Chips generell Stabilitätsprobleme, langsamere Konnektivität und eine unterlegene Software im Vergleich zu Nvidias Produkten.

Ausblick auf zukünftige chinesische Hardware

Deepseek hat inzwischen eine aktualisierte Version seines V3-Modells, V3.1, veröffentlicht. Dieses wurde mit einem speziellen Datentyp namens UE8M0 FP8 trainiert, der laut dem Unternehmen "für die nächste Generation von im Inland produzierten Chips konzipiert" ist. Dies deutet auf die baldige Markteinführung leistungsfähigerer chinesischer Beschleuniger hin, da Huaweis aktueller Top-Chip Ascend 910C den FP8-Datentyp nicht nativ unterstützt. Der Wechsel vom früheren E4M3-Format scheint primär auf Kompatibilität mit zukünftiger Hardware abzuzielen.

Experten wie Ritwik Gupta von der University of California, Berkeley, sehen bei Huaweis Chips zwar noch "Wachstumsschmerzen", sind aber zuversichtlich, dass das Unternehmen aufholen wird.

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