Wie verändert die KI die Arbeitswelt in Indiana? Brian Groh, ein Werbetexter aus dem US-Bundesstaat Indiana, schildert in einem Gastbeitrag, welche Auswirkungen sogenannte Künstliche Intelligenz und Outsourcing auf seine berufliche Existenz hatten. Der Autor beschreibt, dass Marketingabteilungen zunächst auf kostengünstigere Auftragnehmer aus dem Ausland zurückgriffen, bevor sie sich zunehmend der KI zuwandten, die in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit brauchbare Texte zu generieren.
Groh, der früher eine Transkriptionsarbeiterin durch ein KI-System ersetzt hatte, wandte sich eines Tages an einen Chatbot, um Rat zu suchen. Dieser schlug ihm vor, Baumfällarbeiten durchzuführen. Dem 52-Jährigen gelang es anfangs, mit dieser Tätigkeit gut zu verdienen. Doch die körperlichen Anforderungen führten schnell zu Verletzungen an Ellbogen und Rücken.
Herausforderungen durch KI und menschliche Konkurrenz
„Ich hoffe, dass ich wieder längere Zeit Bäume fällen kann“, äußerte Groh, zugleich befürchtet er, dass er bald verstärkter Konkurrenz gegenüberstehen wird, da viele Menschen, insbesondere frische Hochschulabsolventen, nach Möglichkeiten suchen, Einkommen zu erzielen, die von Künstlicher Intelligenz noch nicht ersetzt werden können.
Groh sieht in dieser Entwicklung ein wiederkehrendes Muster, das auch seine Nachbarn aus der Arbeiterklasse erlebten, als sie aufgrund des Verlusts von Fabrikjobs in Verzweiflung gerieten. Er warnt davor, dass die Herausforderungen, die einst Fabrikarbeiter trafen, nun auch Büroangestellte betreffen. Politiker sollten daher aktiv Maßnahmen vorbereiten, statt darauf zu hoffen, dass neue Arbeitsplätze von alleine entstehen werden.