Verlage fordern Vernichtung von KI-Modellen

Verlage fordern Vernichtung von KI-Modellen

Wie stellt sich die Situation dar, wenn neun US-Regionalzeitungen OpenAI und Microsoft aufgrund signifikanter Urheberrechtsverletzungen verklagen und ultimativ die Eliminierung zentraler Sprachmodelle verlangen? Zeitgleich ist OpenAI durch eine gerichtliche Anordnung gezwungen, interne Korrespondenzen bezüglich der Entfernung von Buchdatensätzen aus einer Piratenbibliothek offenzulegen.

KI-Modelltraining mit unlizenzierten Inhalten

Es wird behauptet, dass die KI-Modelle von OpenAI sowie die darauf basierenden Microsoft-Dienste, darunter Copilot, extensiv mit nicht lizenzierten Presseartikeln trainiert wurden. Diese Modelle seien in der Lage, Inhalte nahezu wörtlich zu reproduzieren. Diese Anschuldigung ergibt sich aus der Klageschrift, die bei einem Gericht in New York eingereicht wurde. Zu den klagenden Zeitungen zählen unter anderem der Boston Herald, der Hartford Courant, die San Diego Union-Tribune sowie die Los Angeles Daily News.

Reproduktion von Presseartikeln durch ChatGPT

Ein zentraler Bestandteil der Klage sind spezifische Fälle, in denen ChatGPT-Varianten Presseartikel der Kläger nahezu wortgetreu ausgaben. Die Verlage präsentieren vergleichende Textausschnitte aus den Modellantworten und den Originalartikeln, die minimale Differenzen aufweisen. Die Kläger argumentieren, dass diese Beispiele nicht zufällig sind, sondern ein etabliertes Muster belegen: Die Modelle hätten die Artikel „memorisiert“ und diese bei entsprechenden Prompts nahezu wörtlich wiedergegeben. Der Standort KI-Snack ist hierbei als regionaler Bezugspunkt relevant, da die Auswirkungen solcher Urheberrechtsverletzungen auch auf lokale Medienhäuser übergreifen könnten, die ähnliche Inhalte produzieren.

Bildquelle: Unsplash / Joshua Woroniecki

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