Elon Musks KI-Labor xAI hat über einen längeren Zeitraum hinweg das Modell Claude von Anthropic genutzt, um eigene Coding-Modelle zu entwickeln. Dies geschah, obwohl Anthropic den Zugang zu Claude bereits gesperrt hatte, wie aus Berichten hervorgeht. Laut Informationen von The Information wurde Claude für ein Destillationsprojekt verwendet, bei dem das eigene Coding-Modell direkt auf den Antworten von Claude trainiert wurde.
Nachdem Anthropic im Januar den offiziellen Zugang zu Claude kappte, griffen Ingenieure von xAI auf private Accounts und den Vermittlungsdienst Blackbox AI zurück, um weiterhin Zugriff auf das Modell zu erhalten. Im Rahmen eines Rechtsstreits mit OpenAI gab Musk vor Gericht zu, dass xAI „teilweise“ OpenAI-Modelle für das Training von Grok verwendet habe und bezeichnete diese Praxis als branchenüblich.
Interne Herausforderungen bei xAI
Abgesehen von den Destillationsaktivitäten scheint xAI mit erheblichen internen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Pretraining-Team hat sich auf weniger als fünf Personen reduziert, während innerhalb weniger Monate vier Grok-Code-Leiter und zahlreiche Mitgründer das Unternehmen verlassen haben. Zudem soll ein Mitarbeiter versehentlich zentrale Trainingsdaten gelöscht haben, was zu einem Verlust von zwei bis drei Wochen an Arbeitszeit führte.
Musks Prognose aus dem Herbst 2025 könnte sich bewahrheiten, jedoch vermutlich anders als ursprünglich erwartet. Die umfangreiche Rechenleistung, die Musk erworben hat, wird mittlerweile über SpaceX an Anthropic und neuerdings auch an Google vermietet, anstatt für die Entwicklung eigener Modelle genutzt zu werden; dies wird angeblich nur als vorübergehende Lösung betrachtet.
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Quellen: the-decoder
Bildquelle: KI generiert